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	<title>sel &#8211; frederickkubin</title>
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	<title>sel &#8211; frederickkubin</title>
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		<title>hans-memling-haus und TGS-halle – beides gemeinsam möglich!</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/hans-memling-haus-und-tgs-halle-aus-fachlicher-sicht-ist-beides-gemeinsam-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 15:47:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[dass während der bürgerbefragung im frühjahr 2020 schon manche stimmen die sanierung des hans-memling-hauses gegen den dringend notwendigen ersatzneubau der TGS-halle ausspielen wollten, kann man noch als kampagne abtun. nun scheint man aber aus dieser erzählung nicht mehr herauskommen zu wollen. eine neue TGS-halle und ein vollsaniertes hans-memling-haus sind aus fachlicher sicht mit dem aktuell [&#8230;]]]></description>
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<p>dass während der bürgerbefragung im frühjahr 2020 schon manche stimmen die sanierung des hans-memling-hauses gegen den dringend notwendigen ersatzneubau der TGS-halle ausspielen wollten, kann man noch als kampagne abtun. nun scheint man aber aus dieser erzählung nicht mehr herauskommen zu wollen. eine neue TGS-halle und ein vollsaniertes hans-memling-haus sind aus fachlicher sicht mit dem aktuell geplanten budget möglich.</p>



<span id="more-465"></span>



<p>im september hat die stadtverwaltung eine bekanntmachung veröffentlicht, bei der die planungsleistung für den <em>„neubau sporthalle mit zwei hallenkörpern in seligenstadt“</em> ausgeschrieben wurde. zwei hallenkörper? ja, auf dem jahnsportplatz soll zwei mal die einhardschulhalle realisiert werden mit etlichen nebenräumen und zusätzlichen parkmöglichkeiten.</p>



<p>als langjähriges TGS-mitglied sage ich: wir brauchen eine neue TGS-halle, dringend. auch eine, die optimal für wettkampfbedingungen ausgelegt ist. aber darüber hinaus haben wir kein raumproblem, sondern ein belegungsproblem der turnhallen. hier gibt es seit jahren optimierungsbedarf, gewisse gruppierungen können auch in größere konditionsräume ausweichen und eines der drei bürgerhäuser kann mit wenig aufwand einen eher sportlichen schwerpunkt in der ausstattung erhalten.</p>



<p>legt man den aktuellen baukostenindex zugrunde, so ergibt dies für die ausgeschriebene <em>„doppel-und-dreifach-halle“</em> einen betrag von grob gerechnet 25 mio. euro. mit aufwendigerer gründung wegen des standorts am ehemaligen ellensee landet man wahrscheinlich eher über als unter dieser summe. kostenschätzungen des bürgermeisters lagen ende 2021 noch bei 10 millionen euro &#8211; bei der unterzeichnung der absichtserklärung, dass die TGS vorrangig über 70% der belegungszeiten entscheiden darf. auch vergleichswerte von aktuellen objekten zeigen, dass eine gut ausgestattete wettkampftaugliche drei-feld-halle für maximal 15 millionen euro gebaut werden kann.</p>



<p>die haushaltssituation auf bundesebene zeigt, dass wir zwar an infrastruktur nicht sparen sollten, uns aber auch auf das wesentliche besinnen sollten. würde man den hallenneubau wieder auf den ursprünglichen, eigentlichen bedarf zurückführen, könnte mit dem eingesparten restbudget die sanierung der ehemaligen hans-memling-schule angegangen werden. seit der deutlichen bürgerentscheidung anfang 2020 und der erfolgreichen interimsnutzung des erdgeschosses seit august 2021 sind bestimmt einige abstimmungen zwischen verein und stadtverwaltung gelaufen und die planer stehen voraussichtlich in den startlöchern.</p>



<p>der haushalt 2024 hätte also in dieser hinsicht ohne probleme für alle seligenstädterinnen und seligenstädter ein weihnachtsgeschenk werden können.</p>



<p><em>leserbrief 03. januar 2024</em></p>
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		<title>ich schäme mich für so viel stille in meiner heimatstadt.</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/ich-schaeme-mich-fuer-so-viel-stille-in-meiner-heimatstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2023 16:40:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[liebe seligenstädterinnen und seligenstädter, ich schäme mich. in den letzten vier jahren hat unsere stadt überregional für politischen gesprächsstoff gesorgt. nicht, weil sie es geschafft hat, eine besonders zukunftsorientierte, gemeinschaftliche und weltoffene kleinstadt zu sein. nicht, weil wir vordenker waren bei den fragen, wie wir heiße sommer durch trinkbrunnen und verschattungen erträglicher machen oder den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>liebe seligenstädterinnen und seligenstädter, ich schäme mich.</p>



<span id="more-381"></span>



<p>in den letzten vier jahren hat unsere stadt überregional für politischen gesprächsstoff gesorgt. nicht, weil sie es geschafft hat, eine besonders zukunftsorientierte, gemeinschaftliche und weltoffene kleinstadt zu sein. nicht, weil wir vordenker waren bei den fragen, wie wir heiße sommer durch trinkbrunnen und verschattungen erträglicher machen oder den verpackungsmüll aus unserem stadtbild entfernt bekommen.<br>wir sind überregional repräsentiert, weil rechtspopulisten unseren marktplatz wochenlang für ihre kundgebungen gegen mitmenschlichkeit benutzt haben, wir sind überregional repräsentiert durch einen netzwerker mit suspekten kontakten in das rechtspopulistische milieu und wir haben es erneut geschafft, überregionale aufmerksamkeit zu erreichen durch das bemerkenswerte handeln einiger weniger, ausgestattet mit plakatplane, kabelbinder und dachlatten.</p>



<p>kommen sie in das kleinod am main: hier kann man geschichtsrevisionismus hautnah erleben!<br></p>



<p>ich schäme mich nicht für die initiatoren dieser kampagne, die unsere kleinstadt überhüllt, die sind es nicht wert. ich schäme mich für die gleichgültigkeit jeder einzelnen mitbürgerin und jedes einzelnen mitbürgers, die dies widerspruchslos hinnehmen kann. ich schäme mich für so viel stille in meiner heimatstadt.<br>ich schäme mich für das schweigen der vielen landtagskandidaten, politisch verantwortlichen, vereinsvorsitzenden und vieler mehr. ich schäme mich auch für ihr und dein schweigen.<br></p>



<p>liebe seligenstädterinnen und seligenstädter, das sind wir nicht. wir, die wir zum geleit, an fastnacht und in der besinnlichen zeit so wunderbar zusammen feiern, reden und lachen können. wir, die wir gemeinsam stolz mit den klein-welzheimern ihr ortsjubiläum gefeiert haben und uns mit den froschhäusern für einen schutz des ortskerns und eine verkehrsberuhigung einsetzen.<br>wir niederfelder, die sozialen zusammenhalt in der dna haben, wir altstädter, die das bauliche historische gesicht dieser stadt bewahren. wir junge familien, die sich entschieden haben, wieder zurück in die geburtsstadt zu ziehen und trotz schwieriger finanzieller umstände ein zuhause aufzubauen. wir senioren, die wir zusammenhalten und uns im alltag unterstützen; wir sind nicht dieses seligenstadt. aber dann sagen sie sich das auch jeden tag. und sagen sie es der welt.<br></p>



<p>mein seligenstadt, ich schäme mich.<br><br><em>leserbrief 27. august 2023</em></p>
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			</item>
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		<title>brücken bauen. der einhardsteg.</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/bruecken-bauen-der-einhardsteg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 May 2023 13:35:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[danke für die aufbereitung der fährthematik, auch wenn ich über ihre redaktionsinterne deutliche haltung – bevor aktuelle fachliche erkenntnisse einer studie vorliegen – verwundert war. lassen sie mich die initiative der stadtverordnetenversammlung, die ja in vielen anderen wichtigen punkten nur selten fraktionsübergreifend einer meinung ist, begrüßen.es ist auf alle fälle richtig, sich einmal über alternativen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>danke für die aufbereitung der fährthematik, auch wenn ich über ihre redaktionsinterne deutliche haltung – bevor aktuelle fachliche erkenntnisse einer studie vorliegen – verwundert war.</p>



<span id="more-267"></span>



<p>lassen sie mich die initiative der stadtverordnetenversammlung, die ja in vielen anderen wichtigen punkten nur selten fraktionsübergreifend einer meinung ist, begrüßen.<br>es ist auf alle fälle richtig, sich einmal über alternativen zu informieren. bevor der seligenstädter fähre z.b. aus größeren technischen problemen ein abruptes aus bevorsteht.</p>



<p>seit dem ein-schicht-betrieb ist die fähre als städtische nahverkehrsoption abgeschrieben. die fährzeiten erst ab 9:45 uhr bilden nicht die lebensrealität von menschen, die arbeiten oder zur schule gehen, ab. andersherum ist die fähre mit der letzten überfahrt um 19:10 uhr (im winter 17:00 uhr) keine nutzbare option für menschen aus dem kahlgrund, die abends gerne in unserer stadt eine kulturveranstaltung besuchen, durch die altstadt schlendern oder in ein restaurant gehen möchten.</p>



<p>ja, viele menschen verbinden etwas mit der fähre, aber ist das noch ein wahrzeichen, das der seligenstädter stadtgesellschaft vollumfänglich dient oder halten wir uns hier eine disneyland-attraktion?</p>



<p>ich glaube, wir sind an einem punkt, uns eingestehen zu müssen, dass die fähre zwar optisch noch teil des stadtbildes ist, aber nicht mehr teil unseres stadtalltags.</p>



<p>an dem tag, an dem eine eventuelle brücke eingeweiht würde, stellt sich ja niemand hin und lässt eine funktionstüchtige fähre im main versenken.</p>



<p>ideen, wie das wahrzeichen dem stadtbild noch weiterhin erhalten bleibt, sind auch schon andiskutiert worden: ein fährverein, der an wochenenden touristen übersetzt; die möglichkeit, die fähre als besonderen veranstaltungsort für feste, konzerte zu buchen; ein umbau als kleine bar/bistro am mainufer,…</p>



<p>warten wir die studie einmal ab – das wird einige monate dauern – und diskutieren auf diesen erkenntnissen dann den richtigen weg.</p>



<p><em>leserbrief 13. mai 2023</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>brutstätte bahnhof</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/brutstaette-bahnhof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 09:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[sehr geehrtes präsidium, liebe stadtverordneten, wir stimmen heute über die erneute offenlegung des bebauungsplans am bahnhof ab. wir stimmen also im direkten sinne vor allem darüber ab, ob sich die abwägungen der vielen einwendungen mit unseren grundsätzen decken, und ob die neuen änderungen in unserem sinne sind. wir entscheiden aber auch, ob wir dem prozess [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>sehr geehrtes präsidium, liebe stadtverordneten,</p>



<p>wir stimmen heute über die erneute offenlegung des bebauungsplans am bahnhof ab. wir stimmen also im direkten sinne vor allem darüber ab, ob sich die abwägungen der vielen einwendungen mit unseren grundsätzen decken, und ob die neuen änderungen in unserem sinne sind.</p>



<span id="more-208"></span>



<p>wir entscheiden aber auch, ob wir dem prozess an sich zustimmen, erst tatsachen zu schaffen und dann im nachhinein, nach abschluss der baumaßnahmen noch die bürgerinnen und bürger halbherzig zu involvieren, obwohl zwölf jahre zeit war, den bebauungsplan aufzustellen.</p>



<p>und wir stimmen auch darüber ab, ob wir die bisher ausgeführten baumaßnahmen als lösungen für das heutige zeitalter überhitzter städte und massiver flächenversiegelung für würdig halten.</p>



<p>nicht nur uns, sondern vielen bürgerinnen und bürgern ist es aufgestoßen, dass es so überbreite, versiegelte wege und bürgersteige gibt: warum nicht, gerade im norden etwas größere begrünungsflächen angelegt wurden. weshalb nur extreme minimalwerte beim erdvolumen der baumstandorte gewählt wurden, bei denen sich nicht nur die bäume weigern zu wachsen, sondern auch die ausführende pflanzfirma die verantwortung zurecht nicht übernehmen will.</p>



<p>und fordern die bürgerinnen und bürger dann etwas mehr grün in ihren einwendungen, erhalten sie als antwort, dass das nicht gehe, weil man sich penibel an die vorgaben der stvv halten müsse.</p>



<p>so wird uns auch noch die schuld für diese fehlplanung in die schuhe geschoben.</p>



<p>beim bebauungsplan westring hingegen wurde die wohnungsdichte von 43 we/ha auf 37 we/ha reduziert, obwohl kein stadtverordnetenbeschluss vorlag und darüber hinaus sogar wenige monate zuvor diese idee noch deutlich von den stadtverordneten abgelehnt wurde.</p>



<p>man dreht es sich in den abwägungen also so hin, wie es gerade genehm ist.</p>



<p>es wird ferner so dargestellt, als würde ein mobilitätspunkt nur mit enorm viel überflüssiger versiegelung, baumfällungen und ohne viel begrünung realisiert werden können. die bedingungen vor ort wurden zu wenig berücksichtigt. in den zuständigen ämtern wird das vorhandene stadtplanerische potential gar nicht ausgeschöpft, dort scheint man vielmehr angehalten, weiter nach schema f zu bauen. als müssten wir nicht heute schon die lokalen klimatischen verhältnisse der nahen zukunft mit einplanen.</p>



<p>wir zeigen hier ein weiteres mal, dass die mehrheit in der stvv und in der verwaltungsspitze keinen gestaltungswillen hat. dass wir die werkzeuge der stadtplanung zwar irgendwie bedienen können, sie aber weder was die reihenfolge noch die muße der detaillierten ausgestaltung betrifft, als echtes, leidenschaftliches handwerk anwenden.</p>



<p>es fehlt auch hier ein übergeordnetes konzept, ein ziel, wie man begrüßt werden soll, wenn man mit dem öffentlichen nahverkehr ankommt. und das werden in zukunft immer mehr menschen tun. warum gibt es keine initiativen, den bahnhofsvorplatz mitzugestalten? warum wird nicht versucht, zur bahnhofsstraße hinzuleiten und im besten fall in einem parallelen prozess schon die künftige ausgestaltung dieser straße skizziert, wie in dem einzelhandelskonzept von 2017 vorgeschlagen?</p>



<p>ein moderner knotenpunkt muss auch berücksichtigen, was passiert, wenn der umstieg mal nicht klappt. wenn man im winter in der kälte eine stunde auf den nächsten anschluss warten muss. wenn bei regen nur wenige personen unter die kleine überdachung passen und der rest nass wird, weil die wartemöglichkeiten am bahngleis genauso ausgestaltet sind, wie die einer dorfbushaltestelle in der pampa. natürlich ist hier auch die deutsche bahn gefordert, aber mir ist nichts darüber bekannt, dass bei den vielen abstimmungen im rahmen des bplans dieses thema auch nur angesprochen wurde.</p>



<p>und die fehlplanung hat schon 2013 begonnen, als man die möglichkeit absichtlich nicht genutzt hat, vom vorkaufsrecht beim bahnhofsgebäude gebrauch zu machen.</p>



<p>sich so als stadt in eine abhängigkeit zu bringen, das baden wir bis heute noch aus. und auch wenn in den abwägungen die vielen einwendungen mit dem stichwort „gefälligkeitsplanung“ zurückgewiesen werden, habe ich noch ganz klar die bauausschusssitzung im letzten august in erinnerung:</p>



<p>der kollege marius müller hat damals nach sozialgerechter wohnungsnutzung in diesem baugebiet gefragt. daraufhin haben sie, herr dr. bastian, entgegnet &#8211; ich habe mir dazu extra nochmal meine wörtliche mitschrift angesehen: <em>„natürlich will der investor keine sozialen wohnungen, deshalb haben wir das nicht weiter angesprochen und nicht im bebauungsplan aufgenommen.“</em>&nbsp;</p>



<p>außerdem haben sie eingeräumt, dass man bei der gestaltung des bebauungsplans kompromisse mit dem investor machen müsse, weil dieser jederzeit auf die buswendeschleife und einen teil des park and ride parkplatzes wohnungen nach paragraph 34 baugesetzbuch völlig legal errichten dürfte, weil die grundstücke noch nicht endgültig getauscht sind.</p>



<p>wir lehnen den antrag heute ab, weil wir dieses verfahren, die verdrehte reihenfolge, obwohl ausreichend zeit war, ablehnen. weil wir es ablehnen so kontextlos zu entwerfen, so massiv unnötig zu versiegeln und uns durch private investoren in eine solche abhängigkeit zu bringen.</p>



<p>mit vertanen chancen kann man eine stadt auch über die eigene wirkzeit hinweg prägen. aber das haben wir ihnen ja in unserer haushaltsrede schon ausführlich erklärt.</p>



<p><em>rede in der stadtverordnetenversammlung seligenstadt 04. april 2022 </em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>transparenz aufwandsentschädigung</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/transparenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 May 2021 17:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[bezirksbeirat stuttgart-mitteab 10/2024 durch meine ehrenamtliche tätigkeit im bezirksbeirat stuttgart-mitte erhalte ich pro sitzung eine aufwandsentschädigung in höhe von 60 euro.alle 2 wochen tagt der bezirksbeirat in einer sitzung. von einem teil dieser aufwandsentschädigung unterstützte ich monatlich vereine in stuttgart wie kunstverein wagenhallen, iniatitive schoettle areal &#8211; stadt(t)räume e.v. dezember 2024 &#8211; 120 euronovember 2024 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size">bezirksbeirat stuttgart-mitte<br>ab 10/2024</p>



<p>durch meine ehrenamtliche tätigkeit im bezirksbeirat stuttgart-mitte erhalte ich pro sitzung eine aufwandsentschädigung in höhe von 60 euro.<br>alle 2 wochen tagt der bezirksbeirat in einer sitzung.</p>



<span id="more-195"></span>



<p>von einem teil dieser aufwandsentschädigung unterstützte ich monatlich vereine in stuttgart wie kunstverein wagenhallen, iniatitive schoettle areal &#8211; stadt(t)räume e.v.<br><br>dezember 2024 &#8211; 120 euro<br>november 2024 &#8211; 120 euro</p>



<p class="has-medium-font-size">stadtverordnetenversammlung der einhardstadt seligenstadt<br>05/2021 &#8211; 12/20222</p>



<p>durch meine ehrenamtliche tätigkeit in der stadtverordnetenversammlung seligenstadt von april 2021 bis dezember 2022 erhielt ich pro sitzung eine aufwandsentschädigung in höhe von 40 euro*, davon spendete ich jeweils ein drittel weiter an den ortsverband.</p>



<p>es gab 6 sitzungsrunden pro jahr. in 3 von 4 ausschüssen war ich ordentliches mitglied oder als fraktionsvorsitz anwesend, dazu kam am ende jeder sitzungsrunde die abschließende stadtverordnetenversammlung. 1 mal die woche traf sich die fraktion zur sitzung.</p>



<p>*bis april 2022: 30 euro</p>



<p>von einem teil dieser aufwandsentschädigung unterstützte ich monatlich vereine in seligenstadt wie lichtblick, tierschutzverein, ak willkommen, freunde der hans-memling-schule, niederfeld rundblick, stadtkapelle seligenstadt &amp; die freiwillige feuerwehr.<br></p>



<p><br><br>betrag von der stadt (davon spende an den ortsverband)<br><br>dezember 2022 &#8211; 80 euro (25 euro)<br>november 2022 &#8211; 480 euro (160 euro)<br>oktober 2022 &#8211; 240 euro (80 euro)<br>september 2022 &#8211; 280 euro (100 euro)<br>august 2022 &#8211; 120 euro (40 euro)<br>juli 2022 &#8211; 160 euro (50 euro)<br>juni 2022 &#8211; 200 euro (80 euro)<br>mai 2022 &#8211; 360 euro (120 euro)<br>april 2022 &#8211; 200 euro (60 euro)<br>märz 2022 &#8211; 520 euro (170 euro)<br>februar 2022 &#8211; 450 euro (150 euro)<br>januar 2022 &#8211; 150 euro (50 euro)<br>dezember 2021 &#8211; 180 euro (60 euro)<br>november 2021 &#8211; 88 euro kostenerstattung klausurtagung<br>november 2021 &#8211; 210 euro (70 euro)<br>oktober 2021 &#8211; 150 euro (50 euro)<br>september 2021 &#8211; 210 euro (70 euro)<br>august 2021 &#8211; 330 euro (110 euro)<br>juni 2021 &#8211; 210 euro (70 euro)<br>mai 2021 &#8211; 30 euro (10 euro)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>welche gesellschaftliche verantwortung müssen planer:innen übernehmen?</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/welche-gesellschaftliche-verantwortung-muessen-planerinnen-uebernehmen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2021 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[planer:innen müssen vermehrt die rolle der problemlöser:innen der gesellschaft übernehmen. das taten sie bisher in gewissem maße schon &#8211; nun kommen aber neben fragen der gestaltung und ästhetik, der harmonie, des zusammenlebens und der mobilität der gesellschaft weitere aktuelle aspekte verstärkt hinzu: nachhaltigkeit, das soziale gefüge einer gesellschaft, digitalisierung und vor allem der umgang mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>planer:innen müssen vermehrt die rolle der problemlöser:innen der gesellschaft übernehmen.</p>



<span id="more-172"></span>



<p>das taten sie bisher in gewissem maße schon &#8211; nun kommen aber neben fragen der gestaltung und ästhetik, der harmonie, des zusammenlebens und der mobilität der gesellschaft weitere aktuelle aspekte verstärkt hinzu: nachhaltigkeit, das soziale gefüge einer gesellschaft, digitalisierung und vor allem der umgang mit unvorhergesehenen, katastrophalen ereignissen (beispiel: pandemie), die in einer globalisierten welt innerhalb kürzester zeit weltweit unzählige menschen betreffen.</p>



<p>planer:innen können nicht mehr nur einseitig die architektur an die aktuelle lebensweise der menschen anpassen, sondern sind gleichermaßen in der verantwortung, mit architektur die lebensweise von menschen moderat an vorhandene ressourcen und nachhaltige gesellschaftliche ziele zu adaptieren.</p>



<p>hier ist architektur und gestaltung höchst gesellschaftsprägend und politisch, die planung muss diese aufgabe aber übernehmen, weil die politik bei solchen herausforderungen zeitlich generell hinterherhinkt und demnach ein lösungsvakuum entstehen lässt.</p>



<p><em>veröffentlicht in GARTEN+LANDSCHAFT 01/21</em> <em>11. januar 202</em>1</p>
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			</item>
		<item>
		<title>platz da, kapelle!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2020 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[die umgestaltung des &#8222;kapellenkreisels&#8220; ist fertig. und künftig wird man die zentrale fläche in seligenstadt so nennen (müssen). denn der kapellenplatz ist deutlich zurückgedrängt worden. auch wenn man der angepflanzten vegetation zeit lässt zu wachsen, wird diese innerstädtische kreuzung keine große aufenthaltsqualität erlangen. die räume dafür wurden nicht nur für die baumaßnahmen beschnitten, sondern in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>die umgestaltung des <em>&#8222;kapellenkreisels&#8220;</em> ist fertig. und künftig wird man die zentrale fläche in seligenstadt so nennen (müssen). denn der kapellenplatz ist deutlich zurückgedrängt worden.</p>



<span id="more-152"></span>



<p>auch wenn man der angepflanzten vegetation zeit lässt zu wachsen, wird diese innerstädtische kreuzung keine große aufenthaltsqualität erlangen. die räume dafür wurden nicht nur für die baumaßnahmen beschnitten, sondern in der planung gar nicht wieder ersetzend bedacht. besonders schwerwiegend sind die gefällten alten bäume, die vom verkehr abschirmten und mit ihrem blätterdach schatten spendeten.</p>



<p>wer verkehrsplanung betreibt, plant automatisch um bestehende gebäude herum. vielleicht sollte man das für bestimmte bäume auch übernehmen. dazu ist dann vermehrt kreativtät und weitsicht gefragt.</p>



<p>in den vereinigten staaten gibt es drive-in gottesdienste. das könnte die kirchengemeinde hier in seligenstadt nun auch anbieten. die straßenführung direkt vor der kapelle gibt&#8217;s her.</p>



<p>leserbrief <em>14. september 2020</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>ökologischer ablasshandel in seligenstadt</title>
		<link>https://frederickkubin.de/sel/oekologischer-ablasshandel-in-seligenstadt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2020 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sel]]></category>
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					<description><![CDATA[von einem „außerordentlich guten angebot“ ist die rede, wenn die versiegelung 21 ha fruchtbaren ackerbodens im westring im rund 50 kilometer entfernten wetteraukreis kompensiert wird. die kompensation der maßnahme ist unumstritten, doch haben sie schon mal hier in seligenstadt von dem guten klima im wetteraukreis etwas mitbekommen? wäre das so, müssten wir ja gleichermaßen täglich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>von einem <em>„außerordentlich guten angebot“</em> ist die rede, wenn die versiegelung 21 ha fruchtbaren ackerbodens im westring im rund 50 kilometer entfernten wetteraukreis kompensiert wird.</p>



<span id="more-150"></span>



<p>die kompensation der maßnahme ist unumstritten, doch haben sie schon mal hier in seligenstadt von dem guten klima im wetteraukreis etwas mitbekommen? wäre das so, müssten wir ja gleichermaßen täglich den frankfurter großstadtsmog spüren. neben globalen klimazusammenhängen gibt es eben auch das mikroklima. wenn sie an einem lauen sommerabend mit dem rad vom feld in bebautes gebiet fahren, merken sie abrupt eine angestaute hitze und drückende luft wie beim betreten eines stickigen zimmers.</p>



<p>diese empfindung zeigt, dass lokale versiegelung auch lokale ausgleichsmaßnahmen braucht. wenn dafür nicht ausreichend flächen zur verfügung stehen, vielleicht nimmt man sich dann einfach ein zu großes gebiet auf einmal vor?</p>



<p>stellen sie sich vor, sie verursachen aus versehen einen blechschaden am auto ihres nachbarn für den sie schadenersatzpflichtig sind. dann können sie sich auch nicht dafür entscheiden, stattdessen ihrem freund die reparatur seines autos zu bezahlen, auch wenn diese reparatur für sie günstiger ist. das würde unserem logischen verständnis von schaden und schadensbehebung widersprechen. warum sollte das bei ökologischem schadensausgleich anders sein?</p>



<p>eine maßvolle wohngebietserweiterung ist notwendig. kreative lösungen müssen gefunden werden, mit ökologischem ablasshandel kommen wir nicht weiter.</p>



<p><em>leserbrief 29. juli 2020</em></p>
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		<title>ein viertel der seligenstädter darf nicht abstimmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2020 10:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[in dem offenbach post artikel zur hms-bürgerbefragung lesen wir: „da es sich bei der seligenstädter befragung um keine formale wahl handelt, hätte sich die stadt auch für eine reine online-variante wie bei der wahl zum jugendbeirat entscheiden können, „doch wollten wir einen ganz erheblichen teil der bevölkerung, der mit dem internet nicht oder nur wenig [&#8230;]]]></description>
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<p>in dem offenbach post artikel zur hms-bürgerbefragung lesen wir: <em>„da es sich bei der seligenstädter befragung um keine formale wahl handelt, hätte sich die stadt auch für eine reine online-variante wie bei der wahl zum jugendbeirat entscheiden können, „doch wollten wir einen ganz erheblichen teil der bevölkerung, der mit dem internet nicht oder nur wenig vertraut ist, nicht einfach abschneiden“, sagt der rathauschef.“</em></p>



<span id="more-148"></span>



<p>es ist richtig und wichtig, die hürden für bürgerbeteiligung so niedrig wie möglich zu gestalten und beim übergang von analoger zu digitaler mitbestimmung keinen auszuschließen. doch an anderer stelle zählt das ziel, alle bürgerinnen und bürger mitbestimmen zu lassen, nicht wirklich:</p>



<p>rund ein viertel der seligenstädter <em>„bevölkerung“</em> ist nicht wahlberechtigt. darf bei dieser informellen befragung nicht teilnehmen. darunter 2.000 jugendliche, die den seligenstädter jugendbeirat wählen und mit dieser stadtgestalterischen entscheidung die nächsten jahrzehnte umgehen müssen. diese mitbürgerInnen waren für die mehrheit der <em>„entscheidungsträger“</em> in der stadtverordnetenversammlung <em>ein unerheblicher teil der bevölkerung</em>, als der jugendbeirat im sommer 2019 den vorschlag machte, alle bürgerinnen und bürger an dieser umfrage teilnehmen zu lassen.</p>



<p>zurecht postulierte der jugendbeirat damals schon: <em>hms-bürgerbefragung ist „fiktives beteiligungskonstrukt“</em>. denn erstens ist das ganze prozedere informell, die abstimmungsbindung der stadtverordneten an das befragungsergebnis laut kommunalaufsicht illegitim, zweitens ist der zeitpunkt der bürgerbeteiligung zu beachten: <em>„die bevölkerung“</em> (bzw. der erhebliche teil davon) wird nicht zu beginn des prozesses eingebunden, sondern erst am ende, wenn die stadtverordneten nicht in der lage sind, eine entscheidung zu treffen.</p>



<p>wenn sie das große los gezogen haben und zum <em>„erheblichen teil“</em> der bevölkerung gehören, informieren sie sich bitte und nutzen sie die chance, an der bürgerbefragung teilzunehmen. diese partizipationsmöglichkeit steht leider nicht jedem zu.</p>



<p><em>leserbrief 14. februar 2020</em></p>
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		<title>ein unmutiger entwurf. eine unmutige beteiligung.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[frederick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2019 10:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[man hatte das gefühl, als seien bei der zweiten bürgerveranstaltung zum wohngebiet westring einige teilnehmerInnen zu früh dran. als hätten sie in dem einladungstext „grundstücksauktion“ statt „bürgerbeteiligung“ gelesen. waren bei der ersten bürgerbeteiligung im dezember vergangenen jahres noch seligenstädterInnen, die sich wirklich damit beschäftigen wollten, wie sich ein neues wohngebiet mit bis zu zehn prozent [&#8230;]]]></description>
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<p>man hatte das gefühl, als seien bei der zweiten bürgerveranstaltung zum wohngebiet westring einige teilnehmerInnen zu früh dran. als hätten sie in dem einladungstext <em>„grundstücksauktion“</em> statt <em>„bürgerbeteiligung“</em> gelesen.</p>



<span id="more-127"></span>



<p>waren bei der ersten bürgerbeteiligung im dezember vergangenen jahres noch seligenstädterInnen, die sich wirklich damit beschäftigen wollten, wie sich ein neues wohngebiet mit bis zu zehn prozent neubürgern auf einer fläche von 21 hektar gestaltet und in die bestehende siedlung integriert, dominierten bei der zweiten veranstaltung eigentümer, die möglichst schnell ihre grundstücke umgelegt und veräußert sehen wollten, und potentielle käufer, die schon jetzt grundstücksgrößen verhandeln wollten, die diskussion.</p>



<p><em>„warum wird denn die vom obstbauverein genutzte fläche nicht bebaut?“</em>, <em>„die pappel am wegekreuz muss unbedingt weg.“</em> sind äußerungen, die die teilnehmerInnen der dezember-veranstaltung im leben nicht zu denken gewagt hätten.</p>



<p>die großen fragen zu diesem unmutigen entwurf, dem man nicht ansieht, dass er ein wohngebiet des 21. jahrhunderts darstellt, gingen unter. in ein paar jahren werden dort häuser gebaut, die jahrzehnte lang stehen und uns sehr wahrscheinlich überleben. aufgrund der schnellen veränderungen, die in der klimapolitik, aber auch im umgang mit der nachfrage nach günstigem wohnraum kommen müssen und werden, wird selbst eine heute sehr zukunftsweisende, nachhaltige und klimagerechte planung in einem vierteljahrhundert als altbacken angesehen werden. wieso sollten wir dann ein besiedelungskonzept, das schon jetzt aus der vergangenheit stammt, der westringentwicklung zu grunde legen?</p>



<p>mit dem neuen baugebiet, das 680 bis 860 wohneinheiten umfasst, solle noch nicht einmal der anspruch auf sozialen wohnraum für die 250 auf der bewerberliste stehenden bedürftigen gedeckt werden, obwohl das einst versprochen wurde.</p>



<p>eine dame fragte mich auf diesen kritikpunkt hin: <em>„ja glauben sie denn noch, was die politiker ihnen sagen?“</em></p>



<p><em>„ja.“</em>, entgegnete ich ihr entschlossen und blicke gespannt auf die nächste bauausschusssitzung mitte oktober.</p>



<p><em>leserbrief 09. oktober 2019</em></p>
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